Neuer Kommandowagen für die Freiwillige Feuerwehr Schieder-Schwalenberg

29.3.2026 | Nachrichten

Am heutigen Nachmittag wurde der neue Kommandowagen der Freiwilligen Feuerwehr Schieder-Schwalenberg offiziell durch den Fachbereichsleiter Mathias Koch sowie die Leitung der Feuerwehr begrüßt.

Das Einsatzfahrzeug stellt eine wichtige Ergänzung für die Einsatzkoordination dar und stärkt die Leistungsfähigkeit der Feuerwehr bei zukünftigen Einsätzen.

 

 

 

Pressemitteilung der Stadt Schieder-Schwalenberg vom 24.03.2026

Neuer Kommandowagen für die Freiwillige Feuerwehr Schieder-Schwalenberg: Schnelle Lösung mit erweitertem Einsatzwert

Die Stadt Schieder-Schwalenberg stärkt die Einsatzfähigkeit ihrer Freiwilligen Feuerwehr und investiert in ein neues, modernes Einsatzfahrzeug. Der Ausschuss für Soziales und öffentliche Sicherheit hat die Beschaffung eines neuen Kommandowagens beschlossen. Damit reagiert die Stadt auf den Ausfall des bisherigen Fahrzeugs und stellt zugleich die Weichen für ein zukunftsorientiertes Fahrzeugkonzept.

Der bisherige Kommandowagen, ein über viele Jahre bewährter VW Passat, wurde Ende 2025 außer Dienst gestellt. Nach rund 20 Jahren im Einsatz war der technische Zustand nicht mehr ausreichend, um einen sicheren und wirtschaftlichen Betrieb zu gewährleisten. Eine weitere Nutzung wäre mit unverhältnismäßig hohem Instandhaltungsaufwand verbunden gewesen. Seit Anfang 2026 steht der Freiwilligen Feuerwehr somit kein Kommandowagen mehr zur Verfügung. „Der Kommandowagen ist ein zentrales Führungsmittel unserer Feuerwehr. Er wird insbesondere bei größeren Schadenslagen für die Einsatzleitung, die Lageerkundung und die Koordination eingesetzt. Ohne ein solches Fahrzeug entstehen spürbare Einschränkungen in der Einsatzführung“, betont Bürgermeister Marco Müllers.

Dringender Handlungsbedarf trotz geplanter Bedarfsplanung

Ursprünglich war vorgesehen, die Beschaffung eines neuen Kommandowagens im Rahmen der Fortschreibung des Brandschutzbedarfsplans im Jahr 2026 grundlegend zu betrachten. In diesem Zusammenhang sollten Fahrzeugkonzept, Ausstattung und zukünftige Rolle des Fahrzeugs innerhalb der Feuerwehr strukturiert bewertet werden. Die unerwartet schnelle Verschlechterung des bisherigen Fahrzeugs hat jedoch dazu geführt, dass kurzfristig gehandelt werden musste. Eine Übergangsphase ohne eigenes Führungsfahrzeug ist aus einsatztaktischer Sicht nicht dauerhaft vertretbar. Vor diesem Hintergrund war es Ziel der Stadt, zeitnah eine einsatzfähige Lösung zu beschaffen. Der Fokus lag daher bewusst auf einem bereits verfügbaren und weitgehend ausgebauten Fahrzeug, das kurzfristig in Dienst gestellt werden kann. Längere Beschaffungs- oder Ausbauzeiten, wie sie bei individuell konfigurierten Fahrzeugen üblich sind, sollten vermieden werden.

Intensive Beratung in der Kommunalpolitik

Die Entscheidung für die konkrete Fahrzeuglösung wurde im Vorfeld intensiv innerhalb der kommunalpolitischen Gremien beraten. Neben der Verwaltung und der Leitung der Feuerwehr wurden die Fraktionen frühzeitig eingebunden und umfassend über das Fahrzeugkonzept, die einsatztaktischen Anforderungen sowie die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen informiert. Im Mittelpunkt der Beratungen standen insbesondere die Fragen, welche Fahrzeugkategorie den örtlichen Anforderungen am besten gerecht wird und wie ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Haushaltsdisziplin und einsatztaktischem Nutzen erreicht werden kann. Die nun getroffene Entscheidung ist das Ergebnis dieser intensiven Abwägung.

Neues Fahrzeugkonzept: flexibel und einsatzstark

Im Zuge der Ersatzbeschaffung wurde kein klassischer Kommandowagen nachbeschafft. Vielmehr hat die Leitung der Feuerwehr ein erweitertes Fahrzeugkonzept entwickelt, das die besonderen örtlichen Gegebenheiten in Schieder-Schwalenberg berücksichtigt, welches schlussendlich von der Kommunalpolitik mitgetragen wird.

Das Stadtgebiet ist geprägt durch eine weitläufige, teils unwegsam zugängliche Landschaft mit großen Waldflächen und ländlich geprägten Ortsteilen. Einsätze finden daher auch abseits befestigter Straßen statt – etwa bei Waldbränden, Sturmschäden oder Hochwasserlagen. Vor diesem Hintergrund fiel die Entscheidung zugunsten eines multifunktionalen Fahrzeugs auf Pickup-Basis. Der neue Kommandowagen ist auf einem Ford Ranger aufgebaut und vereint künftig mehrere Funktionen in einem Fahrzeug.

Neben der klassischen Rolle als Führungsfahrzeug übernimmt der neue Kommandowagen zusätzliche operative Aufgaben, wie im Einsatz bei Vegetationsbränden und in unwegsamem Gelände, dem Transport von Material und Ausrüstung oder bei Einsätzen in Starkregen- und Hochwasserlagen. Durch Allradantrieb, hohe Bodenfreiheit und robuste Bauweise ist das Fahrzeug speziell für schwierige Einsatzbedingungen geeignet.

„Wir haben uns bewusst für eine Lösung entschieden, die über den klassischen Kommandowagen hinausgeht. Das Fahrzeug bringt einen echten Mehrwert für unsere Feuerwehr und erhöht die Einsatzmöglichkeiten deutlich“, so der Leiter der Feuerwehr Mike Mundhenke.

Stärkung der Sicherheit vor Ort

Mit der Beschaffung des neuen Kommandowagens wird die Einsatzfähigkeit der Freiwilligen Feuerwehr Schieder-Schwalenberg wieder vollständig hergestellt. Gleichzeitig wird durch das gewählte Fahrzeugkonzept ein zusätzlicher operativer Nutzen geschaffen. Die Stadt setzt damit ein klares Zeichen für die Unterstützung des Ehrenamts und die Sicherstellung einer leistungsfähigen Gefahrenabwehr. „Unsere Feuerwehr leistet unverzichtbare Arbeit für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger. Eine moderne und bedarfsgerechte Ausstattung ist dafür eine grundlegende Voraussetzung“, so Bürgermeister Marco Müllers.





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