51.412 Einsätze in Lippe – Feuerschutz- und Rettungsleitstelle zieht Bilanz

Image365 Tage im Jahr und 24 Stunden rund um die Uhr können sich hilfesuchende Menschen aus dem gesamten Kreisgebiet unter der Notrufnummer 112 an die Feuerschutz- und Ret­tungs­leitstelle des Kreises Lippe wenden. Die Leitstelle mit Standort am Feuerwehrausbildungszentrum (FAZ) Lemgo ist Einsatz­zentrale für alle Einsätze des Rettungsdienstes, der Feuer­wehren und des Notfalldienstes im Kreis Lippe. Im Jahr 2007 haben die Mitarbeiter hier 28.572 Rettungsdienstein­sätze, 15.026 kas­sen­ärztliche Notfalldienste, 4.412 Brand- und Hilfeleistungs­einsätze der Feuerwehr sowie 3.402 sonstige Telefondienste und Beratungen disponiert. Landrat Friedel Heuwinkel stellte jetzt gemeinsam mit dem Team des Regie­betriebs Bevölkerungsschutz des Kreises die Einsatzbilanz für 2007 in der Leitstelle vor.

Alle Tätigkeiten der Feuerschutz- und Rettungsleitstelle wer­den in einem Einsatzleitsystem erfasst und dokumentiert. Später erfolgt die Auswertung und Analyse der Daten über die Einsatzleitsoftware COBRA. "Im Vergleich zu 2006 ist im ver­gang­enen Jahr  eine deutliche Steigerung der Einsätze in fast allen Bereichen der Leitstelle zu erkennen", erläutert Mei­n­olf Haase, Leiter des Regiebetriebs. Allein die Feuerwehr­ein­sätze (Brand- und Hilfeleistungseinsätze) sind um 47,2 Pro­zent gestiegen, was vor allem durch Unwetter wie "Kyrill" im Ja­nuar und mehrere Hochwasser im August zu erklären sei. Da­bei waren Einsatzkräfte der Feuerwehren und des Tech­nischen Hilfswerks in allen Teilen von Lippe im Einsatz, um Straßen von umgeknickten Bäumen zu befreien, Keller auszu­pumpen und sonstige Schäden zu beheben. Auch im Bereich des Rettungsdienstes verzeichnet die Leit­stell­e lippeweit stei­gende Einsatzzahlen im Bereich der Not­fallrettung mit Ret­tungswagen und Notarzt in einer Grö­ßen­ordnung von rund 2.000 zusätzlichen Einsatzfahrten. Die An­zahl der Kranken­transporte ist gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert geblieben. Seit 2005 nimmt die Leitstelle an den Wochen­en­den, mittwochs nachmittags und nachts auch die Anrufe für den Kassenärztlichen Notdienst für die Bereiche Kal­le­tal, Lem­go und Detmold und damit für rund 160.000 Einwohner wahr. "Gemeinsam mit der Leitstelle und den weiteren Ange­boten im Rettungswesen und der Brandsicherheit ist das Feu­er­wehr­ausbildungszentrum mittlerweile das wichtigste Zen­trum für den Bevölkerungsschutz in Lippe", betont der Land­rat.

Um den Rettungsdienst innerhalb des Kreisgebietes sicherzu­stellen, stehen der Leitstelle permanent zwölf Rettungswagen, vier Notarztwagen sowie tagsüber sechs Krankentransport­fahrzeuge zur Verfügung. Für den Feuerschutz und die Hil­feleistungen in den 16 lippischen Städten und Gemeinden sor­gen über 2.600 haupt- und ehrenamtliche Feuerwehrleute mit 300 Feuerwehrfahrzeugen in 85 Feuerwehrgerätehäusern. "Mit dieser Infrastruktur ist es möglich, bei Notfalleinsätzen in schnellstmöglicher Zeit nach Eingang des Not­rufes die Einsatz­stelle zu erreichen", berichtet Mein­olf Haase. Für Großeinsätze stehen mehrere Sonderfahrzeuge des Ret­tungs­dienstes bereit, darunter ein Notfalleinsatz­con­tainer und zwei Einsatz­leit­wagen, die mit ihren speziell aus­ge­bildeten Be­satzungen Ein­sätze an Großschadensstellen über­­­nehmen kön­nen.





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