Jahresbericht der Freiwilligen Feuerwehr Schieder-Schwalenberg für das Jahr 2012

19.2.2013 Nachrichten

Auf der Jahreshaupversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Schieder-Schwalenberg stellte der Leiter der Wehr, Mike Mundhenke, folgenden Tätigkeitsbericht für das Jahr 2012 vor.

Die Freiwillige Feuerwehr Schieder-Schwalenberg hat Stand 31.12.2012

268  Kameradinnen und Kameraden, 230 männliche, 38 weibliche

128 Aktive, davon 8 weiblich

58 Jugendfeuerwehr, 22 weiblich

61 Ehrenabteilung

23 Musiker, 8 weiblich (2 Mitglieder auch im aktiven Einsatzdienst)

 

Einsätze 60, (2011, 63) die sich wie folgt aufteilen:

13 Brände, das waren

  • 9  Kleinbrände
  • 2  Mittelbrände
  • 2  Großbrände (1 Löschhilfe in Löwendorf)

32 Technische Hilfe, darunter

  • 10 Ölspuren,
  • 6 Unwettereinsätze,
  • 9 Verkehrsunfälle,
  • 7 Menschen in Notlagen

 

10 Fehlalarme, darunter 8 BMA

5  Brandsicherheitswachen
Die zwei Großbrände:

19.06.12 um 0.07 wurden mehrere Einheiten in die Pyrmonter Str. im Ortsteil Schieder alarmiert, beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte befand sich der Dachstuhl des leerstehenden Gebäudes bereits im Vollbrand. Durch gutes Zusammenwirken der Einheiten konnte ein übergreifen auf benachbarte Gebäude und den angrenzenden Wald verhindert werden.

01.10.12 rückten Kräfte aus zur Unterstützung eines Großbrandes in die Nachbarstadt Marienmünster. Hierbei wurden besonders unser Schlauchwagen, sowie die Wärmebildkamera benötigt.

 

Die Feuerwehr Schieder-Schwalenberg leistete im Jahre 2012 – 1433 Einsatzstunden.

Wir können in den letzten Jahren einen besonderen und auch erschreckenden Zuwachs in den Bereichen „Personen in Notlage“ (z.B. Türöffnen) sowie bei Unwettereinsätze verzeichnen.

Die Feuerwehr Schieder-Schwalenberg wurde zu 3 Übungseinsätze alarmiert.

Hierbei konnte sich die Wehrführung ein umfangreiches Bild über den Stand seiner

Feuerwehr machen. Es ist viel Positives zu berichten und die Defizite konnten hierdurch abgestellt werden.

 

Lehrgänge und Seminare hatten wir 69, davon

18 Seminare und

2 Lehrgänge Gerätewart und Zugführer FIV am IDF Münster,

15 am FAZ Lemgo, Aufteilung wie folgt:

  • 3 Sprechfunker
  • 2 Maschinist
  • 3 Truppführer Modul I und
  • 5 Truppführer Modul II
  • 1 ABC Fortbildung
  • 1 Gruppenführervorbereitung

 

34 in der Ausbildungsgemeinschaft Lippischer Südosten.

  • 8  Truppmann Modul 1 in Blomberg
  • 4  Truppmann Modul 2 im Extertal
  • 11 Truppmann Modul 3 in Barntrup
  • 2 Truppmann Modul 4 in Dörentrup
  • 2 Truppmann Modul 5 in Lügde
  • 7 Truppmann Modul 6  Teil 1 bis 4 in Schwalenberg

 

Wir führten 3 Lehrgänge TH-Wald für die Ausbildungsgemeinschaft LSO in Schwalenberg durch.

Den durch die Johanniter Unfall Hilfe aus Blomberg durchgeführten Erste Hilfe Lehrgang besuchten insgesamt 17 Kameradinnen und Kameraden.

Unsere Atemschutzgeräteträger besuchten die Atemschutzübungsstrecke sowie das Brandübungshaus in Lemgo. Hierfür stellten wir auch wieder unsere eigenen Ausbilder.

Die Feuerwehr Schieder-Schwalenberg stellte 15 Ausbilder für verschiedene Lehrgänge in der Ausbildungsgemeinschaft.

Wir stellten Schiedsrichter beim Stadtbrandmeisterpokal der Feuerwehren Steinheim sowie beim Leistungsnachweis der Lippischen Feuerwehren in Bad Salzuflen.

 

Im weiteren ein Bericht aus der Lippischen Landeszeitung vom 18. Februar 2013:

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60 Einsätze fordern die „Blauröcke“

Feuerwehr Schieder-Schwalenberg stellt sich auf noch mehr Arbeit in den nächsten Jahren ein

 Schieder-Schwalenberg (lo). Die Erderwärmung steigt, die Pole schmelzen, und die Naturkatastrophen nehmen zu. Die Einsätze der Wehren steigen aufgrund des Klimawandels. Darauf hat die Freiwillige Feuerwehr Schieder-Schwalenberg während der Jahreshauptversammlung im Bürgersaal hingewiesen.

„Ebenso steigen die Einsätze für Menschen in Not. Hier spielt der demographische Wandel eine große Rolle, und in beiden Punkten werden wir die nächsten Jahre immer mehr gefordert“, bemerkte Stadtbrandinspektor Mike Mundhenke. 2012 hatte die Wehr 60 Einsätze, davon zwei Großbrände. Das schlug mit 1.433 Einsatzstunden zu Buche.

Kreisbrandmeister Karl-Heinz Brakemeier teilte mit, dass bereits mit dem Kreis Hameln-Pyrmont zusammengearbeitet wurde, um auf einen eventuellen Gau des Atomkraftwerkes Grohnde vorbereitet zu sein. „Wir werden auch in 2013 die Mess-und Dekontaminationsübungen fortführen, obwohl ich hoffe, dass so eine brisante Situation nie eintreten wird.“

268 aktive Einsatzkräfte stehen zur Verfügung und sind zum Schutz der Bevölkerung bestens ausgerüstet. Bürgermeister Gert Klaus bestätigte das Vorhaben, ein neues Feuerwehrfahrzeug für die Löschgruppe Brakelsiek anzuschaffen. „Es sind bereits Fahrzeuge angeboten und vorgeführt worden, die Finanzierung steht, und es ist so gut wie sicher, dass wir bestellen und den Auftrag rausgeben können.“

Auch Ehrungen standen an. Klaus gratulierte Thomas Grytz und steckte ihm das Feuerwehrzeichen des Landes NRW in Silber für 25 Jahre aktiven Dienst an den blauen Rock. Mario Bezjak und Cord Nesemeier konnten auf den gleichen Zeitraum zurückblicken. Mundhenke ergriff das Wort: „Es hat schon zwei Mal nicht geklappt, aber jetzt liegt es mir sehr am Herzen, meinen Vorgänger Rainer Pook offiziell zu verabschieden.“ Er überreichte dem langjährigen „Chef“ der Wehr Blumen.

Befördert wurden Thorsten Dubbert, Chris Eichmann, Dennis Köller, Thorben Schröder und Rüdiger Thalke zum Unterbrandmeister. Den Posten des Hauptbrandmeisters bekamen Henning Herlemann und Marc Tegeler. Der stellvertretende Wehrleiter Kai-Uwe Deilke gratulierte Marcus Prax zum Brandinspektor.

Brakemeier informierte abschließend über ein neues Frühwarnsystem. Mit „Katwarn“ werden Bürger, wie berichtet, im Katastrophenfall per SMS informiert, vorausgesetzt sie sind angemeldet oder haben ein Smartphone und können die App herunterladen. Dies sei eine gute und hilfreiche regionale Informationsmöglichkeit, um die Bevölkerung rechtzeitig zu warnen.

Bericht und Foto: Lompe (LZ)





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