51.412 Einsätze in Lippe – Feuerschutz- und Rettungsleitstelle zieht Bilanz

12.2.2008 Nachrichten

Image365 Tage im Jahr und 24 Stunden rund um die Uhr können sich hilfesuchende Menschen aus dem gesamten Kreisgebiet unter der Notrufnummer 112 an die Feuerschutz- und Ret­tungs­leitstelle des Kreises Lippe wenden. Die Leitstelle mit Standort am Feuerwehrausbildungszentrum (FAZ) Lemgo ist Einsatz­zentrale für alle Einsätze des Rettungsdienstes, der Feuer­wehren und des Notfalldienstes im Kreis Lippe. Im Jahr 2007 haben die Mitarbeiter hier 28.572 Rettungsdienstein­sätze, 15.026 kas­sen­ärztliche Notfalldienste, 4.412 Brand- und Hilfeleistungs­einsätze der Feuerwehr sowie 3.402 sonstige Telefondienste und Beratungen disponiert. Landrat Friedel Heuwinkel stellte jetzt gemeinsam mit dem Team des Regie­betriebs Bevölkerungsschutz des Kreises die Einsatzbilanz für 2007 in der Leitstelle vor.

Alle Tätigkeiten der Feuerschutz- und Rettungsleitstelle wer­den in einem Einsatzleitsystem erfasst und dokumentiert. Später erfolgt die Auswertung und Analyse der Daten über die Einsatzleitsoftware COBRA. "Im Vergleich zu 2006 ist im ver­gang­enen Jahr  eine deutliche Steigerung der Einsätze in fast allen Bereichen der Leitstelle zu erkennen", erläutert Mei­n­olf Haase, Leiter des Regiebetriebs. Allein die Feuerwehr­ein­sätze (Brand- und Hilfeleistungseinsätze) sind um 47,2 Pro­zent gestiegen, was vor allem durch Unwetter wie "Kyrill" im Ja­nuar und mehrere Hochwasser im August zu erklären sei. Da­bei waren Einsatzkräfte der Feuerwehren und des Tech­nischen Hilfswerks in allen Teilen von Lippe im Einsatz, um Straßen von umgeknickten Bäumen zu befreien, Keller auszu­pumpen und sonstige Schäden zu beheben. Auch im Bereich des Rettungsdienstes verzeichnet die Leit­stell­e lippeweit stei­gende Einsatzzahlen im Bereich der Not­fallrettung mit Ret­tungswagen und Notarzt in einer Grö­ßen­ordnung von rund 2.000 zusätzlichen Einsatzfahrten. Die An­zahl der Kranken­transporte ist gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert geblieben. Seit 2005 nimmt die Leitstelle an den Wochen­en­den, mittwochs nachmittags und nachts auch die Anrufe für den Kassenärztlichen Notdienst für die Bereiche Kal­le­tal, Lem­go und Detmold und damit für rund 160.000 Einwohner wahr. "Gemeinsam mit der Leitstelle und den weiteren Ange­boten im Rettungswesen und der Brandsicherheit ist das Feu­er­wehr­ausbildungszentrum mittlerweile das wichtigste Zen­trum für den Bevölkerungsschutz in Lippe", betont der Land­rat.

Um den Rettungsdienst innerhalb des Kreisgebietes sicherzu­stellen, stehen der Leitstelle permanent zwölf Rettungswagen, vier Notarztwagen sowie tagsüber sechs Krankentransport­fahrzeuge zur Verfügung. Für den Feuerschutz und die Hil­feleistungen in den 16 lippischen Städten und Gemeinden sor­gen über 2.600 haupt- und ehrenamtliche Feuerwehrleute mit 300 Feuerwehrfahrzeugen in 85 Feuerwehrgerätehäusern. "Mit dieser Infrastruktur ist es möglich, bei Notfalleinsätzen in schnellstmöglicher Zeit nach Eingang des Not­rufes die Einsatz­stelle zu erreichen", berichtet Mein­olf Haase. Für Großeinsätze stehen mehrere Sonderfahrzeuge des Ret­tungs­dienstes bereit, darunter ein Notfalleinsatz­con­tainer und zwei Einsatz­leit­wagen, die mit ihren speziell aus­ge­bildeten Be­satzungen Ein­sätze an Großschadensstellen über­­­nehmen kön­nen.





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