Weidmüller-Auszubildende Manuela Galsterer im Einsatz

20.4.2007 Nachrichten

Bei der Freiwilligen Feuerwehr Schieder-Schwalenberg, Löschgruppe Wöbbel
Emanzipation
ist für Manuela Galsterer kein Thema. Jedenfalls keines, über das man
reden müsste. Die 20-jährige lebt das gleichberechtigte Miteinander
ganz. Image
Sowohl im Berufsleben als auch privat: Während sie bei Weidmüller
in Detmold seit 2004 als Auszubildende zur Informatikkauffrau ihren
„Mann“ steht, ist sie bei der Freiwilligen Feuerwehr in
Schieder-Schwalenberg-Wöbbel bereits seit rund zehn Jahren aktiv.

Schon als Zehnjährige stieß Manuela Galsterer in die „Männer-Domäne“ der Blauröcke vor. Waren es damals
noch eine ganze Reihe von Wöbbeler Mädchen, die mit Manuela in der
Jugendfeuerwehr große Teile ihrer Freizeit verbrachten, so beschränkt
sich die Zahl der aktiven Wehrfrauen in Wöbbel zurzeit auf zwei – neben
Manuela Galsterer ist ihre ältere Schwester Jennifer bei der Löschgruppe
Wöbbel aktiv.

Bei den Mädchen ist die Fluktuation erheblich größer als
bei den Jungen“, erklärt die angehende Informatikkaufrau die Situation.
Viele würden als Jugendliche andere Interessen entwickeln, weiß Manuela
Galsterer. Mit den Feuerwehraufgaben selbst habe das aber nichts zu tun. Denn diese seien von Frauen ebenso gut zu
leisten wie von Männern. Abgesehen von ganz wenigen Ausnahmen – beispielsweise
wenn es um das Schleppen sehr schwerer Geräte geht –
gebe es keine Unterschiede oder gar Aufgabenteilungen zwischen den
Geschlechtern.

 
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Die Auszubildende hat das selbst in
den drei Jahren ihres aktiven Dienstes schon bei zahlreichen Einsätzen
in Schieder-Schwalenberg unter Beweis
gestellt: Bei Hochwasser-Einsätzen,
beim Retten eingeklemmter Verkehrsopfer, beim Löschen eines
großen Dachstuhlbrandes, beim
Beseitigen von Ölspuren und beim
Löschen von sommerlichen Flächenbränden hat Manuela Galsterer inzwischen
umfangreiche Erfahrungen gesammelt. Damit hat die 20-jährige
schon fast die gesamte Palette der „üblichen“ Feuerwehr-Einsätze miterlebt.
Weniger alltäglich war ein
nächtlicher Ruf zu einem umgekippten Rübentransporter, bei dem die
Wehrleute geholfen haben, die auf der Straße verstreuten Zuckerrüben umzuladen.

Um für solche und weitere Einsätze gerüstet zu sein, baut die junge
Wehrfrau ihr Wissen durch die Teilnahme an Lehrgängen kontinuierlich
weiter aus. Neben der Grundausbildung hat sie in den vergangenen Jahren
Lehrgänge für Technische Hilfe, Atemschutz und Maschinisten absolviert. In diesem Jahr will Manuela
Galsterer ihre Fortbildungsaktivitäten auf den Sprechfunker-Lehrgang
begrenzen – weil zunächst die Abschlussprüfung für ihre Berufsausbildung
bei Weidmüller Vorrang hat.

Genauso wichtig wie das eigene
Lernen ist es der jungen Wöbbelerin, ihr Wissen und ihre Begeisterung
für die Feuerwehr an den Nachwuchs weiterzugeben. Das tut sie als Jugendwartin.
Gemeinsam mit drei Kameraden bildet sie zurzeit 17 Jugendfeuerwehrleute
aus. Als ausgebildete Jugendgruppenleiterin gestaltet
Manuela Galsterer die regelmäßigen Dienste, bereitet die 10- bis 14-jährigen auf den aktiven Dienst
vor und begleitet die Gruppe zu Wettkämpfen. Die Arbeit mit den Jugendlichen
ist für sie neben dem „tollen Teamgeist“ und der Vielfalt der Themen
das wichtigste an der Arbeit bei der Freiwilligen Feuerwehr. Nicht zuletzt
deshalb hofft die 20-jährige, dass mittelfristig nicht allein die
Familie Galsterer die weiblichen Mitglieder der Wöbbeler Feuerwehr
stellen wird. 





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