6. Lippischer Feuerwehrtag

23.5.2005 Nachrichten

Image1500 lippische Brandschützer tagen zwei Tage lang in Brake
Lemgo-Brake. Drei Faktoren gebe es für einen gelungenen Feuerwehrtag, sagte Landrat Friedel Heuwinkel zum Abschluss des 6. Lippischen Brandschützertreffens in Brake: "Gutes Wetter, nicht zu lange Rundmärsche und Reden, die sich auch nicht allzu sehr in die Länge ziehen."

Nicht nur nach diesen Kriterien fiel die Bilanz für das große Treffen der lippischen Wehrleute rund ums Feuerwehrausbildungszentrum in Brake positiv aus. Die Organisatoren waren generell äußerst zufrieden mit dem Verlauf. Etwa mit dem Treffen der Ehrenabteilung der lippischen Brandschützer, das am Samstagnachmittag auf dem Programm stand: Immerhin 700 Teilnehmer fanden sich dazu im Festzelt ein. Der Abend stand zunächst im Zeichen der Kranzniederlegung am Ehrenmal in Brake und des feierlichen Zapfenstreiches, ehe es beim Festabend richtig fröhlich wurde. Bei bester Stimmung feierten die Brandschützer mit Freunden und Gästen im Zelt. Nachdem in Form der Delegiertentagung gestern Vormittag der offizielle Teil über die Bühne gegangen war, formierten sich die Wehrleute sowie die angereisten Musik- und Spielmannszüge – neben den Kapellen der Feuerwehr waren das als Gäste die Spielmannszüge "Blau-Weiß" Lemgo und Brakelsiek – zum Festmarsch durch Brake. Dieser endete im Schlosshof, wo es von Kreisbrandmeister Hans-Werner Meyer nochmal ein großes Dankeschön an alle Beteiligten gab. Ohne den Einsatz der Wehrleute könne Brandschutz nicht funktionieren: Diesen Gedanken stellte auch Bürgermeister Dr. Reiner Austermann ins Zentrum seines Grußwortes. Nicht auf Gebäude und Fahrzeuge komme es an, "sondern auf Menschen, die bereit sind, sich zu engagieren." Zum Abschluss gabs noch einmal Blasmusik.

32697 Einsätze im Jahr 2004
Delegiertenversammlung des Lippischen Feuerwehrverbandes
Lemgo (jab). Die Arbeit, die sie leisten, ist nicht leicht und oft gefährlich. Die Rede ist von den lippischen Feuerwehren. Ihnen sprach Kreisbrandmeister Hans Werner Meyer bei der Delegiertenversammlung anlässlich des 6. Lippischen Feuerwehrtages 2005, der am Samstag und Sonntag am Feuerwehrausbildungszentrum in Lemgo-Brake begangen wurde, herzlichen Dank aus. Einer der Brandschützer bekam eine besondere Auszeichnung: Paul-Gerhard Dux aus Dörentrup-Humfeld erhielt für seine langjährige Arbeit als Wehrführer und besondere Verdienste das Deutsche Feuerwehrehrenzeichen in Silber.
Neben dem Engagement des Einzelnen waren die Leistungen der Truppe Thema bei der Versammlung. Kreisbrandmeister Meyer zog Bilanz: "Die lippischen Feuerwehren hatten im vergangenen Jahr 1072 Brandeinsätze und leisteten 1283 Mal Hilfe. Inklusive der Krankentransporte kommen wir auf eine Zahl von 32697 Einsätzen." 91 Kameraden hätten, so lobte Meyer, an Lehrgängen in Münster teilgenommen. Über die Ausbildung der lippischen Feuerwehren sprach der stellvertretende Kreisbrandmeister Karl-Heinz Brakemeier. Er kritisierte die Streichung von Lehrgängen seitens des Instituts der Feuerwehr. Hierin wurde er von Walter Jonas, dem Vorsitzendes des Landesfeuerwehrverbands unterstützt. "Dieses und nächstes Jahr wird wegen der anstehenden Fußball-Weltmeisterschaft mehr für den Katastrophenschutz getan. Danach werden wir uns wieder für Lehrgänge einsetzen", versprach Jonas. Einige technische Neuerungen konnten 2004 trotz klammer Kassen umgesetzt werden. Landrat Friedel Heuwinkel erwähnte insbesondere die Brandsimulationsanlage und kündigte an, es gebe noch viele weitere Ideen. "Die Abgaben, die für die Feuerwehr geleistet werden, müssen jedoch auch für die Feuerwehr zur Verfügung stehen", appellierte der Landrat. Weniger um Geld, sondern mehr um Aktivitäten drehten sich die Jahresberichte der einzelnen Abteilungen. Walter Behrens (Ehrenabteilung) vermeldete 1071 Mitglieder und bedankte sich bei der gesamten lippischen Wehr für die gute Zusammenarbeit. Heike Lalk von der Jugendfeuerwehr hob das positive Image, das sich die insgesamt 1013 Jugendlichen erarbeitet haben, hervor. Den Betreuern der Nachwuchsabteilungen sprach sie Lob aus: "Sie leisten doppelten Dienst in der Feuerwehr." Zusätzliches Engagement zeigen auch die 214 Kameraden, die den Spielmanns- und Musikzügen angehören. Kreisstabmeister Ottmar Arkemeier-Mehrit forderte deshalb alle Feuerwehrleute auf, sie bei ihren Veranstaltungen zu unterstützen.





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