Grossbrand, Wöbbel

29.8.1964, 19:00 Uhr Einsätze


Der „Rote Hahn“ griff nach dem Nessenbergwald / Sechs Wehren standen im Einsatz
Schnelles Eintreffen verhinderte Großfeuer / Über 10 Stunden Brandbekämpfung / Vom Feste weg


WÖBBEL, BORKHAUSEN. Eine „lange Nacht“ gab es für die Männer der Freiwilligen Feuerwehr im Lippischen Südosten. Die Blomberger Wehr unter der Leitung von Brandmeister Junghans hatte zu einem Tanzabend in die Turnhalle eingeladen. Doch als man gerade das Tanzbein schwingen wollte, ertönte die Feuersirene. Kurz vorher war auch die Feuerwehr Wöbbel alarmiert worden und unter Leitung von Brandmeister Paul Eickmeier zur Brandstelle an der neuen Flughalle am Nessenberg geeilt, wo ein Stück Hochwald in Flammen stand. Nur durch ein schnelles Eintreffen des Tanklöschfahrzeuges aus Blomberg und der Wehr aus Wöbbel konnte eine Katastrophe verhindert werden.

Kreisbrandmeister Windt traf ebenfalls kurze Zeit später an der Brandstelle ein und leitete den gesamten Einsatz. Bedingt durch den starken Wind bestand die große Gefahr, das sich der Brand weiter ausdehnen würde. Deshalb wurden auch noch die Feuerwehren aus Belle, Schieder. Detmold (Schlauchwagen) und Remmighausen alarmiert. Die Bekämpfung des Brandes gestaltete sich insofern schwer, als die nächste Wasserstelle über 2 Kilometer entfernt war. Nur durch den Einsatz der sechs Wehren war es möglich, vom Diestelbach an der Borkhauser Mühle eine Löschleitung zum Brandherd zu legen. Das Feuer wurden gegen 20 Uhr von einem Passanten entdeckt. Als gegen 4 Uhr in der Früh des Sonntags nur noch eine Brandwache zurück bleiben sollte, loderte das Feuer erneut auf und machte einen weiteren Einsatz notwendig. Erst als der Morgen graute, konnten die Wehren wieder abrücken. Die Firma Delius (Gestüt Freismissen) in deren Waldgebiet dieser Brand wütete, stellte Brandwachen zu Verfügung. Meinte Brandmeister Karl Nunne (Belle) nicht zu Unrecht: “Es hat sich wieder einmal gezeigt, das ein Feuerlöschverband Belle, Billerbeck, Wöbbel kommen muß.“ Nun, damit wird man sich, so konnten wir erfahren, schon recht bald befassen.

Um aber auch auf das Feuerwehrfest in Blomberg zurück zukommen, sei nicht unerwähnt, dass die Männer der Feuerwehrkapelle im Burggarten ein Blaskonzert gaben, dass viele Zuhörer anlockte. Auch in der Turnhalle herrschte frohes Treiben. Eine reichhaltige Tombola ließ manchen Besucher mit einem wertvollen Gewinn den Heimweg antreten. Der aktive Einsatz der Wehr war jedoch nicht geplant.

(Zeitung und Verfasser sind nicht bekannt)





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